Dachbegrünung – Grüne Mütze für das Haus
(lifepr) Hamburg, 07.07.2008 - Vielerorts
verwandeln sich immer mehr Dachflächen in blühende Oasen. Die Extensivbegrünung
auf dem eigenen Haus oder Garage liegt derzeit im Trend. Eigentlich kein
Wunder, denn wer blickt nicht gerne hoch oben vom eigenen Dachgarten aus über
die Stadt? Begrünte Dächer sind allerdings nicht nur besonders schön
anzuschauen, sondern zeichnen sich auch durch einen vergleichsweise geringen
Herstellungs- und Pflegeaufwand aus. Das Prinzip: Eine nur wenige Zentimeter
dicke Substratschicht trägt eine extrem anspruchslose, robuste sowie auch
trockenheitsverträgliche Pflanzendecke. Die Immobilienprofis von Immonet.de
erklären, warum es sich lohnt, über einen Biotop hoch oben auf dem eigenen
Dach nachzudenken.
Gegenüber gebräuchlicher Dachbedeckung weist eine Dachbegrünung
entscheidende Vorteile auf. Sie bildet in der Stadt einen wertvollen Biotop,
trägt zur Verbesserung der Luft bei, hält Niederschläge zurück und verlängert
die Lebensdauer des Daches. Besonders angenehm für die Bewohner: Im Sommer
ist das begrünte Dach schön kühlend und im Winter angenehm wärmend. Außerdem
tragen begrünte Dächer und Garagen zu einem lebenswerteren städtischen
Wohnumfeld bei.
Die Oase hoch oben
Eine fachgerechte Abdichtung und eine standortangepasste Bepflanzung sind
Voraussetzung für ein bewachsenes Dach, an welchem man sich jahrelang
erfreuen kann. Für den Aufbau der Dachbegrünung ist gerade die Neigung des
Daches ein entscheidendes Kriterium. Beträgt die Dachneigung zwischen fünf
und 15 %, dann lässt sich das Bepflanzen am einfachsten realisieren.
Allerdings muss man bei der Dachbegrünung aufgrund statischer Anforderungen
und durch die Höhe des Aufbaus zwischen extensiver und intensiver Begrünung
unterscheiden. Die extensive Dachbegrünung kommt mit einer geringen
Vegetationsschicht aus, da ihre Pflanzen Wasser in Blätter und Wurzeln
speichern können. Der Pflegeaufwand und die Unterhaltung sind somit gering.
Die intensive Begrünung hingegen erlaubt gestalterische Möglichkeiten wie im
Hausgarten. Begrenzt werden diese jedoch durch die Höhe des Schichtaufbaus
und die statischen Gegebenheiten.
Welche Begrünung eignet sich?
Dächer stellen durchaus einen Extremstandort dar: Pflanzen sind hohen
Windbelastungen und bei abnehmender Substratstärke und Ausrichtung des Daches
auch Trockenstress ausgesetzt. Für die Dachbegrünung eignen sich daher alle
Pflanzen, die nicht so hoch wachsen und die Windbelastungen aushalten. Natürlich
ist die Wahl der Bepflanzung auch abhängig vom Pflegeaufwand.
Damit alle bauphysikalischen und ökologischen Vorteile einer Dachbegrünung
zum Tragen kommen, sollte die Dachfläche möglichst dicht bepflanzt werden.
Insbesondere einfach und kostengünstig kann dies mit einer extensiven
Mischung aus Wildgräsern und Wildkräutern erfolgen.
Finanzielle Zuschüsse für das grüne Dach
Wer sich für eine „grüne Mütze“ für das eigene Haus entscheidet, der
kann mittlerweile direkte Zuschüsse bzw. zinsverbilligte Darlehen für eine
Dachbegrünung beantragen. Beispielsweise fördert der Senator für Umwelt,
Bau, Verkehr und Europa die Anlage von Dachbegrünungen im Bundesland Bremen
mit bis zu 5.000 Euro. Über weitere Möglichkeiten bzgl. Zuschüsse für eine
Dachbegrünung informiert der Deutsche Dachgärtner Verband.
Durchaus ist die ökologische Version teurer als beispielsweise ein herkömmliches
Dach. Auf lange Sicht hingegen kann man allerdings mit einem begrünten Dach
sparen, denn dieses hält mit 40 Jahren cirka doppelt so lang als die
Alternative mit Kies. Außerdem belohnen Kommunen das Anlegen eines begrünten
Daches mit reduzierten Abwassergebühren: Ein begrüntes Flachdach kann bis zu
90 Prozent des Regenwassers speichern und steigt von dort wieder in die Luft
auf. So trägt es außerdem noch zum Hochwasserschutz bei.
Ansprechpartner:
Herr Daniel Görs
Immonet GmbH
Telefon: +49 (40) 34728-935
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