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Ergo Experte gibt Tipps zu Fertighaus-Bau

"Tipps für den Bau eines Fertighauses" - Verbraucherinformation der ERGO Versicherung

Fertighaus (Bildquelle: ERGO Versicherungsgruppe)

Viele Familien wünschen sich ein eigenes Haus. Wer begrenzte finanzielle Mittel hat, entscheidet sich häufig für ein Fertighaus. Kurze Bauzeit, fixe Baukosten, hohe Qualität – die Versprechen der Anbieter sind verlockend. Viele Bauherren wollen zudem durch Eigenleistungen weitere Kosten sparen. Aber wer die Risiken nicht kennt und sich nicht dagegen absichert, für den kann der Traum vom Eigenheim schnell zum finanziellen Albtraum werden. ERGO Versicherungsexperte Rolf Mertens erklärt, worauf es ankommt. Fertighäuser sind längst nicht mehr nüchtern gestaltet, spärlich ausgestattet und einfach nur günstig. Heute gibt es unzählige Varianten in allen denkbaren Ausstattungen und Preiskategorien. Basismodelle liegen in der Regel immer noch unter 100.000 Euro. Viele Hersteller bieten mittlerweile mehrere Ausbaustufen an. Häufig übernehmen die Bauherren beispielsweise den Ausbau des Dachgeschosses oder den Bau von Innenwänden selbst, um weitere Kosten zu sparen. Wer den Kauf eines Fertighauses plant, sollte im Vorfeld ein paar Dinge beachten:

Arbeiten im Kaufvertrag vereinbaren

Bereits bei der Auswahl des Grundstücks ist Vorsicht geboten: Ist es zum Beispiel noch nicht an das Versorgungsnetz angeschlossen, muss die Familie dafür zusätzlich Zeit und meist fünfstellige Beträge einplanen. „Vor der Bebauung muss das Grundstück zudem vermessen und vorbereitet werden. Bauherren sollten darauf achten, dass derartige Arbeiten im Kaufvertrag vereinbart sind“, erklärt ERGO Experte Rolf Mertens. Auch Bodengutachten und Baugenehmigungen sind keine selbstverständlichen Leistungen der Fertighausanbieter. Am besten, der Bauherr erkundigt sich bei der Gemeinde oder Stadt nach der Bodenbeschaffenheit des Grundstücks und den geforderten Auflagen für den Hausbau. Ein Tipp: Vor der Vertragsunterschrift die sogenannte Bauleistungsbeschreibung genau prüfen. Denn nur das ist im Kaufpreis enthalten. Alles andere kostet extra.

Eigenleistungen realistisch planen

Wer selbst zu Spachtel und Mörtel greift, spart zwar Geld, das er sonst für Handwerkerleistungen hätte zahlen müssen. Damit der Bauherr jedoch nicht in zeitliche Bedrängnis gerät, sind eine objektive Einschätzung des eigenen Könnens und der Leistungsfähigkeit sowie eine sorgfältige Planung entscheidende Voraussetzungen. Sonst besteht die Gefahr, dass beispielsweise die Mietwohnung bereits gekündigt ist, der festgelegte Einzugstermin ins neue Heim wegen stockender Bauarbeiten aber nicht haltbar ist. Wer dann auf schnelle Hilfe vom Profi hofft, kann Pech haben. Denn Handwerker sind gefragt und nicht immer kurzfristig verfügbar.

Bauherren sind für die Sicherheit verantwortlich

Die Planung steht, jetzt kann es mit dem Bau losgehen, oder? Nein, denn ohne die eine oder andere Versicherung geht es nicht. „Bauherren sind für die Sicherheit auf ihrer Baustelle verantwortlich“, weiß der ERGO Experte. Verletzt sich ein Bauarbeiter, ist er über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Aber kommt ein Bekannter bei der Besichtigung des Rohbaus zu Schaden oder wird bei den Arbeiten der Zaun des Nachbarn beschädigt, können dem Bauherrn hohe Schadenersatzforderungen drohen. „Bei Personenschäden kann das schnell in die Millionen gehen“, so Rolf Mertens. Oft sind derartige Risiken durch die Privat-Haftpflichtversicherung abgesichert, allerdings meist begrenzt auf Bausummen bis maximal 100.000 Euro. Für einen teureren Bau ist daher eine Bauherren-Haftpflichtversicherung empfehlenswert. „Mit ihr können sich Bauherren gegen Personen- oder Sachschäden auf ihrer Baustelle absichern, sie sind somit gegen mögliche Haftpflichtansprüche Dritter bestens geschützt“, erklärt der ERGO Experte. „Darüber hinaus ist während der Bauzeit auch die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht für das zu bebauende Grundstück mitversichert.“

Schutz vor Feuer, Blitzschlag und Explosion

„Eine weitere sinnvolle Versicherung ist die Feuerrohbauversicherung, die das im Bau befindliche Haus gegen Feuer, Blitzschlag und Explosion absichert“, rät Rolf Mertens. Sie ist in der Regel beitragsfrei, wenn der Bauherr sie nach der Fertigstellung des Hauses in eine Wohngebäudeversicherung umwandelt. Treten aus anderen Gründen, wie Überschwemmungen, Sturm oder Vandalismus Schäden am Rohbau auf, würde eine Bauleistungsversicherung dafür aufkommen. Sie besteht lediglich während der Bauphase, Bauherren bezahlen sie mit einem Einmalbeitrag.
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Kurzfassung:

Tipps für den Bau eines Fertighauses
Rolf Mertens, Versicherungsexperte von ERGO: Sorgfältige Planung und Absicherung sind das A und O

Tipp 1: Bauleistungsbeschreibung genau prüfen
Vor der Vertragsunterschrift die sogenannte Bauleistungsbeschreibung genau prüfen. Nur was hier steht, ist im Kaufpreis enthalten. Alles andere kostet extra und muss bei der Finanzplanung berücksichtigt werden. Bodengutachten und Baugenehmigungen sind beispielsweise keine selbstverständlichen Leistungen der Fertighausanbieter.
Tipp 2: Eigenleistung vorher realistisch planen
Für Eigenleistungen, wie beispielsweise den Dachausbau, sind eine objektive Einschätzung des eigenen Könnens und der Leistungsfähigkeit sowie eine sorgfältige Planung entscheidende Voraussetzungen. So vermeidet der Bauherr, in zeitliche Bedrängnis zu kommen, weil beispielsweise die Mietwohnung schon gekündigt, das Eigenheim aber noch im Rohbau ist.
Tipp 3: Sicherheit für die Baustelle gewährleisten
Bauherren sind für die Sicherheit auf ihrer Baustelle verantwortlich. Verletzt sich ein Bauarbeiter, ist er über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Kommen jedoch Besucher oder Nachbarn zu Schaden, können dem Bauherrn hohe Schadenersatzforderungen drohen. Oft sind derartige Risiken durch die Privat-Haftpflichtversicherung abgesichert, allerdings meist begrenzt auf Bausummen bis maximal 100.000 Euro. Für einen teureren Bau ist daher eine Bauherren-Haftpflichtversicherung empfehlenswert.
Tipp 4: Weitere Schutzmaßnahmen
Eine Feuerrohbauversicherung sichert das im Bau befindliche Haus gegen Feuer, Blitzschlag und Explosion ab. Sie ist in der Regel beitragsfrei, wenn der Bauherr sie nach der Fertigstellung des Hauses in eine Wohngebäudeversicherung umwandelt. Treten wegen Überschwemmungen, Sturm oder Vandalismus Schäden am Rohbau auf, leistet eine Bauleistungsversicherung. Sie ist nur für die Bauphase notwendig, Bauherren bezahlen sie mit einem Einmalbeitrag
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